Donnerstag, 12. Mai 2011

Unterwasser-Fotosafari !

Das Wetter war gut, die Sicht unter Wasser ein Traum und somit hier einige Bilder von meinen ersten Tauchgängen mit der neuen Kamera ( Canon Powershot+ UW-Gehäuse):














Sonntag, 8. Mai 2011

Zwischenbilanz- Hauswasser!

Verglichen mit dem Vorjahr läufts karpfentechnisch recht gut an meiner Tullner Hauslacke. Da der Winter heuer um ca. ein Monat früher endete, wurden die ersten Fische schon Anfang April gefangen. Immerhin konnte ich „schon“ in der neunten Nacht erfolgreich sein, im letzten Jahr waren es ja ganze 15 mal die ich erfolglos aufwachte...!
Leider war von meinen drei Karpfen nur einer über zehn Kilo, die beiden anderen waren, wie auch die Hälfte der insgesamt zehn heuer am Teich gefangenen Fische, alles kleinere Schuppis vom Herbstbesatz, allesamt von Abfischen und Transport sichtlich gezeichnet!( fehlende Schuppen, eingerissene Flossen usw.)
Ein weiteres Detail das mir Gedanken macht ist der Gewichtsverlust von zwei Spieglern, mein 14er wog letzten Herbst noch um 1 ½ Kilo mehr, grundsätzlich ja nicht unmöglich nach einem Winter, nur konnten ALLE Fische den wesentlich längeren Winter 09/10 mit zum Teil deutlichen Gewichtszuwächsen überstehen!
Hoffentlich keine Folge der Futterkonkurrenz mit den vielen Besatzfischen???
Gestern wurde ein knapper 18er gefangen, wenn es ein bekannter Fisch ist, hoffe ich das er nicht auch abgenommen hat und alles nur ein Zufall war!

Bei den Hechten schauts eher traurig aus, mit Kunstködern wird es jedes Jahr schwerer erfolgreich zu sein, ein gelegentlicher Griff zum Köderfisch befriedigt aber dann doch das Ego...!
Die Weißfische wachsen weiter, bald schaff ich es meine 5 Kilo Traumbrachse zu fangen, nur noch ein halber Kilo fehlt!

Sollte das Wetter morgen halbwegs gut bleiben, werde ich erstmals mein neues Unterwasser-Gehäuse für die Powershot testen und mich mitsamt Tauchanzug im Teich versenken, Bilder davon folgen (hoffentlich)!

Gespannt blicke ich dann auf nächstes Wochenende, gibt sich ja die Creme de la Creme der nationalen und internationalen Carphunterszene die Ehre und trifft sich zu einem „Gemeinschaftsfischen“ am Teich! Die Zeit dürfte passen, da könnt was gehen!








Schurl

Donnerstag, 28. April 2011

Geht nicht gibt’s nicht!

Nach einem Fischereilich eher ruhigem Frühjahr, nur fünf, bis auf zwei Monsterbrachsen erfolglose Nächte am Hauswasserl, hatte ich die Osterwoche frei und konnte endlich wieder nach Kroatien fahren!
Da ich übers Wochenende ein paar Freunde besuchte, blieben mir nur vier Tage zum Angeln, die ich an einer Schottergrube verbringen wollte, wohin ich Sonntag Nachmittag fuhr.
Dort angekommen, wurde ich schon von Mario erwartet, der mich auch gleich zum Schwimmbagger brachte, auf den wir kletterten und wo ich meinen Augen nicht traute- unter uns schwammen unzählige Karpfen in teils beachtlichen Größen und sonnten sich! Da der Bagger schon einige Jahre nicht mehr in Betrieb ist, war dieses Gebiet das sichere Rückzugsgebiet für die Fische.


Gleich daneben befindet sich eine Bucht, wo ich mein Camp aufbaute. Mario bestätigte zwar das der Platz gut ist, „warnte“ mich aber auch, gilt diese Ecke des Gewässers bei der einheimischen Jugend als Auto-Bumms-Platz!!! Auf die Details der Nacht will ich hier nicht näher eingehen, mehrere Autos mit vergnügungssüchtigen Kroaten, eine mitternächtliche Polizeikontrolle und außer ein paar Piepsern kein Fisch, machten mir die Endscheidung, die Bummsbucht zu verlassen, recht leicht!


Auf der anderen Seite des Schotterwerkes sah ich unter überhängenden Bäumen ebenfalls eine Menge Karpfen und so wechselte ich zu dieser Stelle. Die Einheimischen Angler warnten mich wieder, diesmal aber vor den Hindernissen in Form von Bäumen, Betonplatten und Stahlseilen, was mir die erste Erkundung mit dem Boot bestätigte!
Mit sicheren Bissen, aber mindestens 50 Prozent Verlust könnte ich rechnen, meinte Mario, ein anderer Angler sagte, das er diesen Platz nicht mehr befischt, da er es für unmöglich hält überhaupt einen Fisch raus zu bekommen!!!
Nach kurzer Überlegung kam ich zu dem Schluss es doch zu probieren, allerdings wollte ich es etwas anders angehen als die Einheimischen: Die Ruten wurden so hoch aufgestellt wie es das Pod zuließ, die vorderen Beine fixiert, die Handteile der Ruten wurden mit Schnüren am Boden fixiert, wo ich Häringe einschlug. Mit wirklich vollkommen geschlossener Bremse sollte es so möglich sein einen flüchtenden Fisch zu stoppen. Um mir Vertrauen in diesen Aufbau zu geben, testete ich das Ganze mit dem Boot, trotz starkem Zug blieb alles stehen! Zugegeben, für Leute die sehr verliebt in ihre Ruten sind, ist diese Methode nichts, unglaublich wie sich eine 3 Pfund Fatboy über den Bissanzeiger biegen kann ohne zu brechen...! Apropos Bissanzeiger, Modelle mit Laufrad wären jetzt fehl am Platz, kein Schnurabzug- kein Signal, auch der Delkim schaffte bei einem Biß nur 3, maximal 4 Piepser!
Da das Wasser extrem klar ist, war mit Bissen unter Tags nicht zu rechnen und als es Nacht wurde, war ich doch etwas nervös ob alles wie geplant funktionieren würde!


Und wirklich, schon bald die ersten Piepser, die Rute verneigte sich tief, keine Sekunde hatte ich das Gefühl das der Fisch in die Hindernisse kommt und schon bald lag ein ca. 7Kilo schwerer Spiegler auf der Matte! Sauber gehakt, und auch keinerlei Verletzung im Maul!
Das „mein“ System auch bei größeren Fischen funktioniert, zeigten ein 14er Schuppi und ein 18er Spiegler, die in der Nacht Gefallen an den neuen Zado-Kugerln mit Zimt und Knoblauch fanden!




Am nächsten Tag kam ein Freund fotografieren, und war sehr erstaunt das ich keinen der Fische verloren hatte, meinte aber auch, das da wohl etwas Glück dabei war! Möglich, allerdings hatte ich das „Glück“ auch in der nächsten Nacht, wo unter anderem auch einer der alten, großen Spiegler des Gewässern auf die Matte kam, wieder konnte ich alle Karpfen von den Hindernissen weghalten!


Untertags vertrieb ich mir die Zeit mit Spinnfischen, hakte meinen bisher größten Hecht, mit geschätzten 115 cm, den ich aber neben dem Boot verlor! Leider hatte ich einfach nicht den Mut dieses Monster mit der Hand anzugreifen! Jetzt ist auch für mich klar- Hosenscheißer sollten einen Kescher mitnehmen...!

Die letzte Nacht brachte weiter fünf Karpfen, alle um 14 Kilo schwer, alle kläglich mit dem Selbstauslöser fotografiert! Bei einem davon war ich schon so verrückt um mir die ersten Sekunden nach dem Biß von der Seite anzusehen- mehrere Male bog sich die Rute bedrohlich in Richtung Wasser um aber immer wieder zurück zu federn, resignierend zog auch dieser Fisch in Richtung Seemitte!







Meine einheimischen Freunde staunten nicht schlecht, alle der zehn Bisse verwertet! Geht nicht, gibt’s nicht, man muss nur ein wenig flexibel sein!

Schurl

P.S: Selbstversändlich wurde der Platz nach meiner Heimfahrt weiter befischt- 2 Nächte, je ein Biß, ein Fisch verloren, einer gelandet, die üblichen 50 Prozent Verlust waren wieder eingekehrt...!

Dienstag, 5. April 2011

Austrian Fishing Show 2011

Letztes Wochenende war es wieder soweit, bei absolutem Kaiserwetter öffnete zum dritten Mal die Austrian Fishing Show ihre Pforten.
Da Michael Zado erstmals als Aussteller mit dabei war, fuhr ich schon Freitag Nachmittag nach Wundschuh. Leider um ein, zwei Stunden zu früh, denn der Stand war noch nicht ganz fertig aufgebaut und so durfte ich gleich einige Kisten schleppen!!!
Nach seeeehr wenig Schlaf gings am Samstag früh los und die Hallen wurden von einer wirklich gewaltigen Menschenmenge gestürmt, auch die Anzahl an Ausstellern war beachtlich!
Selbstverständlich waren fast alle „Stars“ aus dem In- und Ausland anwesend ( und noch viel mehr die sich für solche halten...)!
Am Wasser bei den Testanglern war natürlich auch immer einiges los, zeitweise gabs sogar „Stau“ am Teich, beim Rutentesten war für mich als Antiwerfer der Mark Hutchinson einfach der Wahnsinn- unglaublich das jemand mit so einer Leichtigkeit solche Weiten erzielt...!
Bei uns am Stand gings wie erwartet recht lustig zu, nebenbei wurde aber auch verkauft, beraten und gefachsimpelt, und so war der erste Tag doch recht bald „geschafft“!
Samstag Abend dann traditionell die große Party im Gastrozelt, wie immer (zu) laute Musik, gute Stimmung und Frischfleisch!
Nach wieder zu wenig Schlaf war der zweite Tag dann aber aufgrund der etwas weniger Besucher doch auch zum schaffen und am Nachmittag musste ich dann wegen der großen Nachfrage sogar noch einige Säcke „meiner“ Zado-Maso Kugeln verkaufen...! Egal, wünsche allen Kunden die gleichen Erfolge damit, die ich im letzten Jahr hatte!

Abschließend möchte ich dem Gungl Wolfi noch zu dem gelungenen Event gratulieren, man darf gespannt auf die Fortsetzung im Dezember in Wien sein.

LG- Schurl

P.S; Liebe Grüße an die beiden Ossis von der Firma Poseidon die bei uns am Stand ihre ersten Produkte vorstellten, das geniale Absenkblei war ja DER Renner und wird nach den ersten Tests sicher auch hier einen eigenen Bericht bekommen!

Mittwoch, 30. März 2011

WTT-Testzentrum

+++ WTT-Testzentrum +++ WTT-Testzentrum +++ WTT-Testzentrum +++



Anaconda Hard Bait Crusher vs. Korda Krusha



Endlich ein Tool, das den Namen Crusher verdient!“ – so bewirbt die Firma Sänger/Anaconda ihren Hard Bait Chrusher.
Ob das so stimmt wollte ich natürlich herausfinden! Hierbei diente der Korda Krusha als Kontrahent. Nachfolgend wird der Anaconda Hard Bait Crusher kurz AC, der Korda Krusha KK genannt.

Bei KL-Angelsport das Teil für 19,90 € erworben.
Erster Eindruck: schwere, gewaltige Maschine. Kampfgewicht 564g, dagegen der Korda mit 243g ein Leichtgewicht.
Die Metallzähne des AC sind auf einer im Plastik verankerten Platte, sodass es nicht zum Ausbrechen kommen kann. Der Durchmesser der Befüllöffnung der beiden ist identisch, lediglich die Höhe der Befüllhälfte beim AC ist rund 1cm höher. Vorteil AC.


Jedoch ist der Außendurchmesser des AC komplett breiter, da er nicht wie der KK die ergonomischen Aussparungen aufweist. Leider macht sich das bemerkbar, falls man nicht über Saugnäpfe oder sehr große Hände verfügt. Vorteil KK.

Erster Test: Red Halibut Pellets 20mm


Gedreht wurden drei komplette Umdrehungen des Oberteils der Zerstörer im Uhrzeigersinn.
Bei den 6 eingebrachten Pellets hatte ich das Gefühl, dass beim KK die Zähne ausfallen, so hoch war der Geräuschpegel. Dem war jedoch nicht so, lediglich ein paar Spitzen waren verbogen.
Der AC hingegen meisterte die Situation ohne Zucken, jedoch war bei beiden Modellen ein etwas größerer Kraftaufwand notwendig. Vorteil AC



Zweiter Test: 28mm ummantelte, alte, harte Boilies


Das war eine fast unlösbare Aufgabe!!!
Der KK mühte sich samt Tester um ein ordentliches Ergebnis. Nach drei kompletten Umdrehungen unter enormsten Aufwand, kam es zum eher kläglichen Ergebnis.
Die Boilies wehrten sich mit aller Mühe und ließen kein zufriedenes Ergebnis zu.


Ähnlich beim AC, hier war es noch eine Spur härter, mangels fehlender Saugnäpfe und großer Hände des WTT-Testers.
Bei beiden verkeilten sich die Boilies zwischen den Zähnen, beim AC noch etwas schwerer, da sie nicht konisch, so wie beim KK zulaufen. Nach weiteren Vor- und Zurückdrehen gaben die Boilies schließlich auf.


Dritter Test: trockene Mandeln (in Ermangelung an Tigernüssen)

Der AC kriegt sie klein, jedoch mit nun schon gesteigerten Schmerzempfinden. Ergebnis nach den 3 Umdrehungen. Kleiner wurden sie bei weiteren Drehen. Die Ergonomie ist das, was mir am meisten fehlt!
Der Versuch mit dem KK war etwas schlechter. Laute Geräusche, gröbere Struktur und ebenfalls schmerzende Hände. Schlussendlich haut er sie auch klein, jedoch unter Protest. (abermals verbogene Spitzen)

Vierter Test: 8 mittelharte 14 mm Boilies


Hier konnte der KK ganz klar punkten, feinere und gleichmäßigere Struktur als der AC. Bei ihm verklemmten sich die Boilies zwischen der Zähnen und ergaben ein weniger homogenes Erscheinungsbild.




Fazit:
Mir wäre eine Kombination aus beiden das Ideal. Die Form der Zähne und die Ergonomie von Korda, das Material der Zähne und die tiefere Einfüllhälfte von Anaconda.
Bei der Langlebigkeit der Zähne, ist der KK dem AC wohl kaum gewachsen und wenn wer über große Hände und die notwendige Kraft verfügt, wird den AC schätzen. Lediglich der Abstand und die nicht konisch zulaufende Form der Zähne vom AC werden auch da möglicherweise Probleme machen.
Gut finde ich es, dass es Alternativen zum Engländer gibt, auch wenn beide Hersteller in Fernost produzieren lassen.

Preislich liegt der AC zum vergleichbaren KK um 2,- Euro höher.
Berechnet man das auf die Halbwertszeit, ist der AC sicherlich die bessere Anlage.
Eine klare Kaufempfehlung kann ich jedoch nicht aussprechen, da die angesprochenen Punkte wie Ergonomie und Form der Zähne, sich beim Einsatz z.T. als nachteilig erwiesen.

Mit freundlichen Grüßen aus der WTT-Zentrale