Dienstag, 10. November 2009

Bivilight`s Rod Pod Marker River

Heute möchte ich euch ein Produkt vorstellen, welches nach intensiven Tests am Wasser, schlussendlich in meine persönliche Kategorie "Weltklasse" einzuordnen ist, und in Zukunft am Ufer mit Sicherheit nie mehr fehlen wird. Es handelt sich um den Rod Pod Marker River von Bivylight; in meinem Falle in der Camouflage Version. Natürlich stellt sich mal vorerst die Frage: Wozu überhaupt so ein Ding? Unnötiger neumodischer Kram? ... nein.Wer kennt nicht die Situation, wo du nachts oder im Nebel nach einem Drill, oder beim Auslegen draussen am Wasser bist, und plötzlich den eigenen Platz nicht mehr entdecken kannst? Herumirren und sinnloses, unendliches Spähen in die Dunkelheit oder ins Nichts? Nach dem Ablegen der Montagen besonders ärgerlich, wenn man, nachdem endlich der eigene Swim gefunden wurde, einen Schnurbogen von überflüssigen 50 Metern sein Eigen nennt. Du kennst das nicht? Wie oft kommt das vor? OK - früher oder später kommt es dazu. Mit Sicherheit. Das Ding ist klein, leicht, primitiv, flexibelst einsetzbar und böse. So, wie wir es lieben. Insgesamt wohnen 5 wirklich brutale LED´s im absolut wasserdichten Gehäuse, die in 2 unterschiedlichen Modi genutzt werden können. Daß der kleine elektronische Kasten dicht hält, was er verspricht, hat er in vielen regenreichen Tagen und Nächten, mehr als bewiesen. Und ich habe ihm nichts geschenkt. Selbst meine "Kübeltests" ( mit Schlamm beschmiert u. mit mehreren Eimern Wasser wieder gewaschen ) hat er mit Bravour bestanden, ohne auch nur einmal mit seinen leuchtenden Augen zu zwinkern. Die beiden, jeweils auf einer Seite eingearbeiteten LED´s, erhöhen die Sichtbarkeit ungemein, da es im Endeffekt egal ist, von welchem Winkel aus, man den Marker betrachtet. Und die kleinen Leuchten sind stark. Sehr stark. Selbst im sogenannten "Economy-Modus", bei dem "nur" 3 Lichter leuchten, ist der eigene Platz unübersehbar. Wir haben teilweise bis zu 400 Metern ausgelegt, und beim Hinsehen von Wasser aus, war ich mir sicher, daß ich das grüne Licht ( gibts auch auf Wunsch in blau, rot u. weiss ) selbst von Gibraltar aus sehen würde, hätte ich mein Pod an der marokkanischen Küste stehen. Über den Maximalmodus mit allen 5 Lichtern brauche ich kaum Worte verlieren. Selbst ein Maulwurf könnte hier seine Dissertation über die Lichtgeschwindigkeit schreiben. Unpackbar geil.Durch das englische Gewinde ist eine Befestigung an den unterschiedlichsten Stellen gegeben, und ermöglicht somit eine wirklich vielseitige Benutzung. Ja, da hat wer mitgedacht. Hab ich zB. keinen Platz am Pod, weil ich 3 Ruten fische, schraub ich den Rod Pod Marker einfach auf einen Bankstick, und platziere ihn am Ufer wo ich will. Ist an meinem Gewässer kein Boot erlaubt, sodaß ich nie in den Genuss kommen kann, ihn vom Wasser aus zu sehen, dreh ich ihn einfach um, und kann ich ihn immer noch dazu benutzen, meinen Angelplatz auszuleuchten. Und da gibts kein Tappen in der Dunkelheit mehr, kein Fluchen wenn man beim Biss in der Schwärze der Nacht, falsch mit den Ruten "strickt". Ein Alptraum sondergleichen, den ich nicht nochmal erleben will, und Bivylight sei dank, auch nicht mehr erleben muss.Der Rod Pod Marker River wird mit einer 9V Blockbatterie betrieben, hat mit Jener lächerliche 140 gr Gesamtgewicht, und ich habe Diese, trotz intensivster Benutzung noch nicht tauschen müssen. Angegeben ist eine Leuchtdauer von 80h im Economy Modus, was mit Sicherheit nicht aus der Luft gegriffen erscheint.Langer Rede, kurzer Sinn. Fakt ist, daß es um einen lächerlich anmutenden Preis von momentan 46,90€ , in diesem Bereich mit Sicherheit nichts Vergleichbares auf dem Markt gibt, geschweige denn ein besseres Produkt hier auf Erden ein unentdecktes Dasein fristet, welches für uns Angler von so nützlicher "lichtwerdender" Natur wäre. Und ich kann jedem fischjagdsüchtigen Probanten dieses kleine, leichte, primitive, flexibelst einsetzbare, und böse leuchtende Ding nur wärmstens empfehlen. Ich mag den Rod Pod Marker River nicht mehr missen müssen...
tight lines
Sludge

CHECK IT OUT ->BIVYLIGHT

Freitag, 6. November 2009

Fulica atra

Endlich , 26 Oktober Nationalfeiertag, und das aller Beste - Montag, Muuuhahahah ! Ein 3 tägiges Wochenende stand vor der Tür und um es in einen kleinen Kurzurlaub ausarten zu lassen nahm ich mir Freitag kurzfristig frei.
Nach einem Angelpartner schaute ich mich nicht lange um, denn mit Richard, einem donausüchtigen Fischerkollegen, wollte ich schon lange eine gemeinsame Session machen. Doch ein „Heimspiel“ am Fluss gönnte ich ihm nicht, und somit ging es an eine beschauliche Schottergrube im Tullnerfeld.Donnerstagabend trafen wir dann bei leichtem Nieselregen und 8C° Außentemperatur ein. Da Richard das Gewässer noch nicht kannte und es schon vollkommen dunkel war, beschlossen wir kurzerhand unsere Zelte aufzubauen und bis zum nächsten Morgen mit dem Loten zu warten.Der nächste Tag wurde obligatorisch mit einer heißen Tasse Kaffee und einem Glimmstängel eingeläutet und bis zur Mittagszeit hatten wir dann endlich den Aufbau geschafft.Die Fallen waren beködert und warteten nur noch darauf fein säuberlich abgelegt zu werden.Doch bevor dies noch erledigt war, durften wir schon Andi, der auf der gegenüberliegenden Seite Platz genommen hatte, bei einem sagenhaften Drill zusehen und kurze Zeit später sah ich mich schon mit seiner Spiegelreflex in Händen und durfte einen herrlichen 15+ Schuppi ablichten! Bei einem kurzen Plausch erzählte er denn auch noch von seiner nächtlichen Action und das hörte sich schwer nach großem Fressen vor den Wintermonaten an! Muahahaha, ich bin dabei! Ich hätte noch gern ein wenig weitergeplauscht, aber in meinen Fingern juckte es mächtig und nicht lange später langen dann auch alle Montagen, perfekt platziert, auf aussichtsreichen Spots. Es kann losgehen ……………........... doch die Ersten 24 H war nicht ein Ton aus dem Bissanzeiger zu hören !
Was war da los? Falsche Tiefe ? Falsche Spots ? Falsche Montage ? ………….wir hatten uns zwar absolut nichts vorzuwerfen, dennoch wurde wieder tief in die Trickiste gegriffen.
Da wurde gedippt, ummantelt, aufgepopt, es „muss“ ein Fisch ans Band! Am Abend wurden die „neuen“ Wunderwaffen wieder fein säuberlich abgelegt. Die Nacht verlief leider wieder ruhig, doch am nächsten Morgen vernahm ich endlich den ersten, nicht von mir erzeugten, Piep aus der Funkbox. Mit einem Höllentempo ging es raus zur Rute. Die Spitze wippte noch ein wenig und der Swinger war gefallen. Karausche? Als ich aufsah um das Gewässer genauer inspizieren sah ich einen beachtlichen Wellenring an der Wasseroberfläche, genau über einem meiner Spots. Ich rieb mir die Augen, denn ich konnte nicht glauben, dass da Karpfen an meinen Platz rollen! Gut so, denn nicht allzu lange später tauchte der vermeintliche Fisch wieder auf und da wurde mir klar………………………………..Fulica atra, oder auch gemein Blesshuhn genannt.Diese kleine, putzige, quietschvergnügt Ausgeburt der Hölle!!!Lange hat es nicht gedauert bis sie meinen neuen Spot auf 3,5m Tiefe gefunden hatten. Schöne Bescherung und nach dem zweiten Geziehe an meiner Montage beschloss ich sie zu kontrollieren und neu Auszubringen. Schwerer Fehler! Denn durch das nachfüttern ließ das Federvieh nicht mehr vom Platz ab! Kaum beim Pod angekommen schon der nächste Zupfer auf der „Blesshuhnrute“. Ganz fein! Doch Sie schafften es einfach nicht mir die zwei harten 20er BFT Zenith Murmeln vom Haar zu stibitzen.Meiner momentanen Laune zu trotz, zeigte sich an diesem Wochenende, nun doch das erste mal die Sonne am Himmel. Sie hatte es endlich geschafft, den Hoch und Tiefnebel der letzten beiden Tage zu verdrängen und die leichte Erwärmung war herzlich willkommen. So ließen wir uns die Selbige auf den Latz scheinen und genossen den herrlichen Tag. Den halbstündlichen, unbarmherzigen Attacken des gemeinen Blesshuhnes zu trotz, ließ ich die Montage liegen und spannte nach jedem „Anheber“ einfach nach. Richard konnte es nicht glauben, dass ich die Rute am Spot beließ, doch ich war mir meiner Sache sicher.Das steife Vorfach war nahezu verhedderungsfrei und da die Blesshühner immer noch Interesse an meinem Hakenköder zeigten, musste Dieser doch auch leicht von meinem Zielfisch gefunden werden und ich sollte Recht behalten. Als Richard gerade neben meinem Pod stand, meldete sich mein Delkim zum wiederholten Male… Piep, Piep, Pieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeep, oh Yes, das war kein nerviges Federgetier und kurze Zeit später saß ich schon im Boot und fuhr dem gehakten Fisch entgegen. Als der Schlagschnurknoten endlich auf der Rolle war, begann ich den eigentlichen Drill, der sich zu einem gewaltigen Kampf entwickelte!Es war einfach Traumhaft, mitten am Wasser, die wärmende Herbstsonne im Nacken und unterm Boot tobte ein mächtiger Gegner. Eine Kulisse wie im Bilderbuch! Immer wieder zog er mich in Richtung der unterspülten Baumwurzeln, doch mit ein wenig gelöster Bremse und dem E-Motor konnte ich verhindern das er darin Unterschlupf fand und nach einer geschlagenen halben Stunde bekam ich endlich Überhand. Meter um Meter ließ er sich nun langsam in die Höhe pumpen und nach dem ersten Blasenteppich der vor mir in die Höhe schoss, dachte ich schon an einen Wels. Doch der vermeintliche Siluro entpuppte sich als mächtiger Schuppenkarpfen, den ich beim zweiten Kescherversuch endlich ins Netz buxieren konnte………….. YES, was für ein Wasserschweinderl! Mit breitem Grinsen fuhr ich zurück zum Platz, wo Richard auch schon gespannt wartete.Nach der obligaten Fotosession wurde der Fisch noch verwogen und vermessen und natürlich sofort wieder released.Was soll ich sagen? Heute lachte nicht nur die Sonne vom Himmel, auch mir schien Sie nun aus dem Allerwertesten ;)! 26kg auf 110cm. What a Fish !
Zu guter letzte erzählte mir Richard noch, dass er seine Kamera während meines Drills parat hatte und trotz der Distanz einige Minuten auf Video bannen konnte. Der weitere Nachmittag und die darauf folgende Nacht blieben leider ohne Aktion und das sollte auch, bis zu unserer Abreise am nächsten Tag, so bleiben.
So verhasst Sie auch sein mögen und so oft Sie mir schon den letzten Nerv raubten, Fulica atra, Oh du mein Götterbote ;)
tinti

Mittwoch, 4. November 2009

Full Pull´s "Nero Squid" Fieldtesting !

Im Zuge der Sonderaktion der österr. Baitfirma Full Pull, haben wir mit mehreren Kilos der legendären Nero Squid Murmel zugeschlagen, um sie auch selbst mal auf unserem Hauswasserl anzutesten. Die Jahreszeit und die äusseren Bedingungen waren für einen wirklich ausschlaggebenden "Field-Test" vielleicht nicht wirklich optimal, aber wir haben trotzdem unser Glück versucht, und sind mit der Tintenfisch-Kugel auf die Gelben angesessen.Der Hörstman hatte unter Woche schon mal ordentlich unsere Spots im Westen und Osten befüttert, damit sich die Rüssler schon mal auf die, für sie neue Nahrungsquelle einstellen konnten, und die Kugel am Wochenende nicht völlig unbekannt war. Und so sind wir dann am Samstag mit den scharfen Fallen angetreten, und harrten der Dinge, die da passieren mochten. Und siehe da, kaum hatte ich es mir an der Westküste mal richtig auf meinem Sessel bequem gemacht, klingelte auch schon die Handgurke und der Hörst konnte den ersten Erfolg der Kugel durchgeben. Na, nicht schlecht, das war schon mal ein gutes Zeichen.Doch bei mir war vorerst Ebbe. Nichts. Kein Drücker auf die Nero Squid, aber auch kein Biss auf meine sonst fängigen Standard-Murmeln, die ich sicherheitshalber auf der 2ten Rute fischte. Es vergingen ein paar Stunden, als abermals das Telefon schellte. Wieder der Hörstman. Wieder Fisch auf die Full Pull-Kugel in 8m Tiefe. Und das bei einer Aussentemperatur von gerade mal 5°C und einer Wassertemperatur zwischen 9 u. 10°C. Whaaaaa. Geile Sache. So schnell konnte wohl niemand damit rechnen.An meinen Spots war jedoch gähnende Leere, was vermutlich damit zusammenhängen musste, daß sich die Gelben scheinbar bereits in den tiefsten Bereichen aufhielten und dort auch fraßen, und ich Tiefen bis maximal 6,5 m anfischen konnte, wobei der Hörst am Ostufer doch Bereiche bis 9m Wassertiefe zur Verfügung hatte. Denn die dunkle Murmel wurde offensichtlich sofort, ohne jeden Argwohn angenommen, konnte also keineswegs der Grund für meinen Nichterfolg sein. Und so brach bisslos bei mir im Westen die Abenddämmerung herein, worauf ich in der Dunkelheit mein Tackle packte, um den Heimweg anzutreten, da es mir in dieser Halloween-Nacht leider nicht vergönnt war, am Wasser bleiben zu können. Egal. Morgen Früh würde ich wieder da sein.Als ich zeitig am nächsten Morgen wieder ans Wasser kam, und der Hörstman mir von weiteren 5 Bissen in der Nacht berichtete ( alle auf die Nero Squid ), entschloss ich mich kurzerhand, meinen Sonntag am Ostufer zu verbringen, und meinem Angelkameraden Gesellschaft zu leisten. Nebenbei sah ich natürlich den Vorteil, auch die wirklich tiefen Bereiche unserer Schotterlacke anfischen zu können, um eventuell doch noch mit einem Fisch, an diesem Wochenende belohnt zu werden. Auf Anraten meines Kumpanen montiere ich heute auf beide Montagen die Nero-Squid Abteilung. Und wirklich; gegen 13 Uhr klebt plötzlich der Swinger am Blank, der kleine Warrior Bissmelder meldet sein Lied vom geliebten Vollrun, ich stehe Sekunden später mit krummer Rute am Ufer, und kann zu guter Letzt einen schönen, wenn auch nicht allzu großen Vertreter der Rüsselfische, in die Linse von Hörstman´s Kamera halten. YES, Alter! Was will man als Realist bei diesen bissigen Temperaturen noch mehr... Bis um 15:30 passierten dann aber leider keine Sensationen mehr, worauf wir entschieden, es gut sein zu lassen, und das Feld zu räumen. Und selbst nach diesem eher kurzen 2 Tages-Test können wir ein äußerst positives Resumee ziehen. Auf die Nero-Murmel haben wir insgesamt 9 Bisse in 2 Tagen, woraus 6 Fische resultierten. Die beinharte FullPull Kugel arbeitet selbst bei solchen Bedingungen einwandfrei, und wäscht sogar bei niedrigsten Wassertemperaturen in kurzen Zeitabständen relativ gut aus, was man meiner Meinung nach, sehr gut an der Verblassung der Farbe und der dezenten Veränderung der Konsistenz nachvollziehen kann.
Den Gelben scheints jedenfalls bestens zu munden...Unser Fazit: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein sehr gutes Produkt, das man bedenkenlos weiterempfehlen kann, und mit Verlässlichkeit den steten Weg in unsere Futtertonnen finden wird. Full Pull Nero Squid - du hast 2 Freunde mehr...
tight lines
Sludge

Montag, 2. November 2009

ICM Sarulesti 2010 !

Im September nächsten Jahres finden am berüchtigten Sarulesti (Raduta), zum ersten Mal die von K.Grabmayer & H.Gerstl organisierten International Carp Masters statt, wo mindestens 80 Teams aus ganz Europa um den Sieg kämpfen werden. Natürlich werden wir uns solch ein Event nicht entgehen lassen, und mind. mit einem 3er Team vor Ort sein, welches aus Tom Radl, Kurt Flieger und mir, Alex Sludge Hager bestehen wird. Möglicherweise werden wir Drei aber nicht die einzigen der Muddy Banks Fraktion sein, die sich an diesem legendären Gewässer der ultimativen Herausforderung stellen. Möge die dunkle Macht mit uns sein...
tight lines
sludgE

Sonntag, 1. November 2009

Wenn die Quappen nach dem Köder schnappen

Endlich geht die lang ersehnte Aalrutten-Saison los. Nachdem schon vorige Woche die ersten Fänge gemeldet wurden, konnte Franz unser Quappenhazerl nicht abwarten und durfte am Mittwoch zwei dieser schönen Dorschartigen Fische fangen. Samstagnachmittag, bevor das Hazerl gestartet werden konnte mussten noch Köderfische (erstes Hazerl) her. Der Banker Franz war beim Köderlzupfen ärgstens konzentriert, nichts und niemand konnte ihn dabei stören.

Zu seinem Glück dürfte er Nest erwischt haben. Wurf auf Wurf zog er eine Grundel nach dem anderen raus. Das machte mich schon etwas Unrund, kann ja nicht Sein das bei mir nichts geht. Nach dem Umbau der Köderlrute, kleineren Haken dünneres Vorfach stellt sich das Glück nun auch auf meine Seite.

Aber zu spät, Franz entschied dieses Match 20:18 für sich.
Etwa zum Sonnenuntergang wurden die Feederruten mit dem hoffentlich richtigen Quappenmenü zum eigentlichen Kampf scharf gemacht.
Das Quappenduell wollte ich unbedingt für mich entscheiden. Selbst als es noch hell war galt die ganze Konzentration der Rutenspitze. Vereinzelte vibrierte die feine Feederspitze leicht, hervorgerufen von den Signalkrebsen.
Keine 15 Minuten dauerte es und der Köder war von den Biestern vom Haken gefressen.
Die wahren Bisse blieben aus, selbst die Krebse ließen unser Menü links liegen.
Kurz nach 19:30 Uhr als Franz eine Rute einholte, bekam mein Ego eine Ohrfeige. Kaum drehte er an der Kurbel meinte er so nebenbei, da ist ja was drauf. Eine Quappe, vermutlich eine mit Selbstmord absichten hat sich Still und leise den Fischfetzen eingezogen. Brav wie ich bin gratulierte ich ihm. Doch wie es in mir ausschaute, kann ich hier nicht schreiben.

Bis 20 Uhr keine einzige ernst zunehmende Aktion. War meine sonst nicht übliche Köderwahl, ein Barschfetzen die falsche Wahl.
Vielleicht das Vorfach zu stark und lang. Grübel grübel, hat vielleicht irgendwer WC Steine an meinen Spot gebracht? Doch dann kam der wahrscheinliche Geistesblitz.
Ein Grundelstück muss an den Haken und raus damit in die Finsternis. Im Gegensatz zu Vorher nicht in die Hauptströmung, sonder in die ruhige Zone der Kehrströmung.
Bingo, eine viertel Stunde später zitterte endlich das erste Mal die Rutenspitze. Beim Anschlag entlockte es mir ein lautes "JAWOI" die pickt. Innerhalb einer halben Stunde gab's dieses freudige Erlebnis dreimal.
Franz wurde immer leiser und murmelt vor sich hin. Es ist schon fast 21:00Uhr und noch immer kein Biss. Um es kurz zu machen, er konnte dann doch noch eine über den Kescher führen.
Sein Fang war auch fast das Ende unseres Kurzansitzes. Das Hazerl ging somit an mich. Mit gestärktem Ego ging es ab nach Hause.