Donnerstag, 3. Februar 2011

Nur Zahnfische...!

Normalerweise hätte ich letzte Woche bis zu den Knien im Schutt stehen und eine Altbauwohnung installationstechnisch auf Vordermann bringen sollen, da aber die Baufirma mit den Vorarbeiten nicht voran kam blieb mir nichts anderes übrig als ein paar Tage Fischen zu fahren! Eine Situation mit der ich aber durchaus leben kann...!
Die Vorzeichen standen zwar denkbar schlecht, zwei Freunde blankten seit fünf Tagen an dem einzig eisfreien Wasser das mich im Moment interessiert, aber was soll`s, Hauptsache raus!
Am See angekommen, begrüßte mich ein eiskalter N/O- Wind, der mich in den nächsten Tagen bis auf wenige Pausen dazu zwang das zu tun was ich am besten kann- im Zelt liegen und Nichtstun!
Die Oberflächentemperatur des Wassers betrug 3 Grad, keinerlei Zeichen von Fischaktivitäten, die lokalen Fischer haben das Angeln eingestellt, da sie sicher sind das es im Moment nichts bringt.
Um es kurz zu machen, kein gesteigertes Selbstvertrauen, Größenwahn, Wunderkugel und auch Glück brachten diesmal den erhofften Fisch, die einzigen Aktivitäten an den Karpfenruten kamen von den Blässhühnern!
Zum Glück hatte ich meine Spinnrute mit, hatte ich doch beim letzten Mal einen gut metrigen Hecht gesehen und auch einiges über fette, wenig befischte Räuber von den Einheimischen gehört. Nach zwei Tagen, in der ersten kurzen Windpause, versuchte ich in einer mit Bäumen „verseuchten“ Ecke mein Glück mit einem 25cm großen Gummifisch. Schon beim zweiten Wurf erster Biß in gut 12 Meter, im glasklaren Wasser konnte ich den Hecht schon in 8-10 Meter Tiefe sehen, absolut geil! Selten habe ich so schön gefärbte Fische gesehen, schneeweißer Bauch und herrliches Muster bis zur letzten Flossenspitze!
An diesem und am nächsten Tag ließen sich noch einige Hechte, die größten mit 5,5 und 6,5 Kilo ( Maßband war leider keines mit!) zu einem Foto überreden.
Auch wenn es „nur“ Zahnfische waren, war ich absolut zufrieden, die Karpfen vergessen und möglicherweise könnt ich mir sogar vorstellen, bei weiterhin kaltem Wetter beim nächsten Mal nur auf Hecht zu fischen, der Gebissabdruck am Rücken am eines der kleineren macht mich doch etwas neugierig was es hier noch für Überraschungen gibt...!










Schurl

Donnerstag, 13. Januar 2011

Neues Jahr- Neues Spiel!

Leider fiel der alljährliche Silvesterurlaub heuer diversen Renovierungsarbeiten in meiner Wohnung zum Opfer. Also wurde erstmals nach langer Zeit der Jahreswechsel in Wien verbracht, allerdings war um zwei Uhr Stopp mit feiern, da am Neujahrstag in der Früh die Reise Richtung Kroatien losging. Gemeinsam mit Franz vom Nashteam-Austria und Christian, einem Freund von ihm, fuhr ich an eine mir unbekannte Schottergrube wo wir am Nachmittag nach ereignisloser Fahrt ankamen.
Mario, der Aufseher, erwartete uns bereits und zeigte uns während einer Runde ums Wasser aussichtsreiche Plätze wo er mit eventuellen Fischen rechnete.
Franzi und Christian entschieden sich für einen Platz in der Nähe des Schotterwerks, ich wählte eine 400 Meter entfernte Stelle am schmalen Ende des ca.20 Hektar großen Gewässers, wo vor kurzem 2 Angler mehrere Karpfen fangen konnten! Eigentlich gute Vorzeichen, und gestärkt mit meinem grenzenlosem Selbstvertrauen baute ich das Camp auf.




Bei der Fahrt mit dem Echo wurde schnell klar das der Bagger hier gründliche Arbeit geleistet hatte, fast überall fiel die Uferkante steil auf eine Tiefe von 20-25 Meter, keine auffälligen Erhebungen oder Schotterbänke, somit legte ich alle Ruten im Uferbereich in 5-9 Meter Tiefe ab.
Gefüttert wurde mit einem Mix aus zum Teil zerdrückten Birdy- Boilies, Süssmais und Strawberry- Matchfutter, als Köder dienten wie immer in Protein Crab Dip eingelegte Kugeln.
Diese Kombination hat mir schon im Dezember bei zufrierendem Wasser einige dicke Schneekarpfen beschert!


Die ersten beiden Tage brachten aber keinem von uns irgendwelche Aktionen, es gab nur Temperaturen von bis zu – 10 Grad und einiges an Neuschnee.
Zu Testzwecken hatte ich mir die HPV- Heizung ausgeborgt, geniales Teil, m.M. nach fast zu viel Leistung und den angegebenen Gasverbrauch von 280 Gramm pro Stunde möchte ich stark bezweifeln. Selbstverständlich ist ein Easy-dom nicht das ideale Winterzelt, aber trotz sehr sparsamer Nutzung der Heizung war die 10 Kilo Flasche nach nur knapp 4 Tagen leer!




Das es aber doch möglich war Fische zu fangen, bewies Franzi, konnte er doch in der 3ten und 4ten Nacht 5 (!!!) feine Karpfen fangen und ich durfte Bilder mit herrlicher Neuschneekulisse machen.
Schon nach den ersten drei begann natürlich die Hänselei! Franzi gab mir bereitwillig Auskunft darüber, was ich anders machen sollte, das jetzt einfach die Jugend nachrückt, meine besten Zeiten vorbei sind u.s.w.! Super, genau das was ich brauch, und zu alldem weiterhin kein Drücker an meinen Ruten!


Als die beiden dann am Mittwoch die Heimreise antreten mussten, entschied ich mich natürlich dazu, den Platz zu übernehmen, war jetzt bis auf einen wilden Hund der mein Zelt aus Dankbarkeit für etwas Futter bewachte, alleine am Wasser, eigentlich sollte jetzt nichts mehr schief gehen können!


Tag 5&6 brachte aber zu meiner Schande außer rasch steigenden Temperaturen bis + 15 Grad und schmelzendem Schnee keinerlei Aktionen, allerdings immer wieder nette Anrufe des jungen Nash-Rookies, in denen er mir weiterhin erklären wollte wie man richtig angelt! Wo war jetzt plötzlich die Selbstverständlichkeit mit der ich im letzten Jahr Fische fing, oft sagte ich große Karpfen schon vor dem Fischen an! Lässig, oft schon überheblich, ohne viel nachzudenken und immer mit dem mir eigenen Grinser hüpften mir fast in jedem Wasser dicke Rüssler in den Kescher, war diese Serie im neuen Jahr plötzlich vorbei???
Am letzten Tag bekam ich Gesellschaft, Mario der Aufseher fischte neben mir und aufgrund des Feiertages und des wieder warmen Wetters waren auch noch 5 andere Einheimische am Wasser.
Bei angenehmen 10 Grad saßen wir fast bis Mitternacht zusammen, ich erhielt viele Informationen und Tipps über das Wasser, leider konnte mir aber niemand mein Grinsen zurückgeben und erklären warum ich nichts fing.
Kurz nach halb drei musste ich eines der zuvor getrunkenen Biere vors Zelt bringen und gerade als ich wieder im Schlafsack lag, war er plötzlich da! In 14 Metern Tiefe hatte er die Kugel eingesaugt und schon nach einigen Minuten war mir klar, es passt wieder, ich kann es ja doch noch und der erste Blick auf den Fisch im Netz bestätigte kurze Zeit später, Spiegler, fett, schwer, es geht also weiter im neuen Jahr, erster Karpfen und gleich 21 Kilo, und wieder einmal im letzten Moment!




Mario war beim Versorgen des Fisches behilflich, freute sich fast genau so wie ich, rief sofort alle anderen am Wasser an und sagte mir das sie am Morgen zum Fotografieren kommen werden.
Als ich lange Zeit später endlich einschlief, hatte ich ihn dann auch wieder, meinen Grinser, und nach ein paar Stunden Schlaf war er auch am Morgen immer noch da und hoffentlich wird er 2011 bleiben!

LG- Schurl

P.S.: Ich brauch wohl nicht zu erwähnen wen ich am Heimweg anrief um ihm den Unterschied zwischen Qualität und Quantität beim Karpfenangeln zu erklären...!

Sonntag, 3. Oktober 2010

Michl's new PB

Vom 24.-26.09. sollte es vor unserem alljährlichen Spanientrip, noch einmal in die Südsteiermark gehn, um dort ein paar Rüsselfische auf die Matte zu legen.

Diesmal mit von der Partie - Michl, Rene und meine Wenigkeit.

Während ich in der ersten Nacht einen Aussteiger hatte und Michls Funkbox gänzlich schwieg, konnte Rene einen 12-er an Land befördern.

Das war's dann auch schon - fast zumindest, denn während meiner täglichen Körperpflege inkl. dazugehörigen HAM AND EGGS, biss dann mein fast schon obligatorischer Frühstückskarpfen, dem dann ebenfalls Rene zum Landgang verhalf.

Samstag mittags setzte dann recht starker Regen ein, der bis Sonntag anhielt.

Den Fischen war's anscheinend wurscht, denn sowohl ich, als auch Michi konnten in der Nacht auf Sonntag je zwei Fische landen.

Mit 11,5kg+13,5kg konnte Michl seinen PB von bisher 10kg gleich 2x übertreffen - dickes Pertri Heil!

Vom Wetter mal abgesehen, war Petrus diesmal auch mir recht gut gesonnen, denn neben einem schönen Schuppinger (wurde nicht gewogen), konnte ich noch einen 14-er Spiegler verhaften.

Am Sonntag traten wir dann, zwar völlig durchnässt aber doch zufrieden, relativ früh am Vormittag die Heimreise an.

Hoffe ich kann auch nach unserem Spanientrip mit ein paar schönen Fangfotos aufwarten.

TL und bis dann wünscht euch Maxl.
mit 13,5kg - Michl's neuer PB - PETRI!
darauf wurde natürlich gleich Einer getrunken...






...und geraucht
klein aber fein











Oaschweda






14-er
12-er

Samstag, 18. September 2010

14.00 Uhr, Alte Donau. Nach stundenlangen Werfen hat mich schon der Mut verlassen und ich denke nur noch ans Zusammenpacken und will Nachhause. Trotz saugeilen Wetter hab ich keine Lust mehr noch einen Wurf zu machen. Die Sonne hat noch viel Kraft und mir ist heiss. Kein Luftzug bewegt das Boot, ich stehe am Heck und beobachte kleine Lauben. Die Pol-Brille lässt mich etwas mehr erkennen und ich sehe wie die kleinen auseinander getrieben werden.



Bingo, ein Räuber ist am Werk und schnell ist meine Stimmung wieder besser und der Gufi im Wasser. Langsam wird er über's Kraut gezogen und an der Krautkante lasse ich ihn absinken. Ein kurzer Ruck und der Hecht hat den Kopyto inhaliert. Kurzer Drill und am anderen Ende der Rute zappelt ein etwa 60cm grosser (kleiner) Hecht, der auch gleich bei der Bootskante wieder aussteigt. Mist, dachte ich. Typisch für diese Saison, keine Bisse und die, die Beissen, hebeln sich aus. Wenn er noch im Jagdfieber ist hab ich noch eine Chance ihn dran zu bekommen und so warf ich den Gummifisch wieder in Richtung der Kante, und wieder schnappte sich der kleine den Gufi. Und auch dieses mal, trotz Anschlags, konnte er sich nach kurzer heftiger Gegenwehr befreien. Mann, das gibt's doch nicht. Völlig entmutigt lies ich mich etwas weiter weg Treiben und beschloss die letzten Würfe zu wagen bevor ich mich auf dem Heimweg machte. Nach einigen Minuten kurbelte ich den Gufi langsam zum Boot und da kam aus dem Nichts ein Torpedo unter dem Boot her vor geschossen und die Bremse heulte laut auf. Völlig überrascht setzte ich einen Anhieb und der Esox lieferte mir einen aussergewöhnlichen Drill. Immer wieder gelangen ihm heftige Fluchten Richtung Kraut. Wir waren aber schon zu weit weg als das er es erreichen konnte und so lies ich die Bremse etwas nach damit er sich auspowern konnte. Nach einigen Minuten der Gegenwehr musste er vor meinem Kescher kapitulieren und ich war heilfroh das ich ihn Landen konnte. Er brachte geschätzte 8 Kilo auf die Wage, die leider versagte weil die Batterie zu schwach war um ein genaues Ablesen zu gewährleisten. Nach dem Messen stand fest das er 93cm Lang war und ich meinen Grössten Hecht dieses Jahr verzeichnen konnte. Nach der Fotosasion wurde er wieder zurückgesetzt, was für ein Gefühl so einen Hecht wieder die Freiheit zu schenken :)

Und es geht weiter...!

In den letzten zehn Jahren fischte ich fast ausschließlich im Ausland, zum Teil an noch weniger bekannten Gewässern, es waren aber auch sehr populäre wie Cassien, Pusiano, Quidane, Geykenyes und einige andere oft in den diversen Medien vorkommende Seen dabei.
Die Erfolge waren wechselnd, ich erlebte wahre Sternstunden und musste genauso bittere Niederlagen erleiden! Zu einer Schottergrube entwickelte sich im Laufe der Jahre eine wahre Hassliebe, die ersten 2-3 Jahre konnte ich nicht einmal einen Biss verzeichnen, obwohl es wohl an die 100 Nächte waren die ich in der Zeit dort verbrachte. Die ersten Karpfen verabschiedeten sich dann allesamt in den vielen Hindernissen im See, und so dauerte es fast vier Jahre bis ich den ersten Spiegler fangen konnte! Es war kein bestimmter Fisch dem ich nachjagte, es gab und gibt eigentlich kaum Informationen von besonderen Karpfenfängen, die einheimischen Angler verlieren die meisten größeren ebenfalls in den Bäumen die beim Baggern einfach ins Wasser geworfen wurden, und die wenigen erwähnenswerten Karpfen die gefangen werden, landen oft im Kochtopf.
Zwar konnte ich in den folgenden Jahren doch den einen oder anderen größeren Fisch fangen, aber der Ausnahme- Wautzi war nicht dabei und irgendwie wuchs das Gewicht meines Wunschfisches, der mich für all das entschädigen sollte, mit jedem weiteren Jahr das ich dort verbrachte!



Letztes und auch dieses Jahr hatte ich ja wieder eine Lizenz in Österreich und da mich leider auch mein Beruf immer mehr von längeren Fahrten ins Ausland abhält, konnte ich heuer erst vier Tage mein persönliches Waterloo besuchen (natürlich erfolglos!!!)
Eine der Sachen die ich über dieses Gewässer gelernt habe, war die Tatsache das kurze Ansitze nicht sehr erfolgreich sind, meistens dauert es 4-5 Tage bis die Karpfen am Platz sind. Die Futtermenge die ich in den ersten zwei Tagen normalerweise versenke, ist sicherlich sehr hoch und selbstverständlich wurden von mir auch schon andere Taktiken versucht, da ich aber grundsätzlich ein Freund des Schüttens bin und sich der Erfolg mit ausreichend Zeit auch meistens einstellt, blieb und bleibe ich dieser Version auch auf diesem Gewässer treu!
Für Anfang August war ein zweiwöchiger Trip geplant, den ich aber aufgrund nicht enden wollender Arbeit schweren Herzens absagen musste!


Letzten Dienstag wars dann aber soweit, in einer Nachtschicht wurden montags alle dringenden Arbeiten erledigt, und gegen 18 Uhr stand ich endlich wieder am Ufer des Wassers, das mir schon so viel Kopfschmerzen bereitete.
Sechs Nächte hatte ich Zeit, zwar nicht viel, könnte aber reichen und so wurde erst mal ordentlich gefüttert, gut 30 Kilo Kugeln auf einem 50x100 Meter großen Streifen sollten erst mal reichen!
Die erste Nacht verbrachte ich bei Freunden, die wie immer sehr erstaunt waren das es Verrückte gibt die innerhalb weniger Minuten einen durchschnittlichen Monatslohn ins Wasser werfen, zum Glück kennen sie mich aber schon sehr lange und somit genieße ich wohl Narrenfreiheit!
Donnerstag fuhr ich mit dem Boot an meinen Platz, der Feldweg dorthin war aufgrund von vorangegangenen Regenfällen nicht befahrbar und die schlechten Wetterprognosen für die nächsten Tage trafen leider auch zu! Egal, Hauptsache endlich wieder hier!
Die ersten Tage gabs außer Regen, Sturm, einigen Brachsen, Aiteln und anderen ungewollten Beifängen keine besonderen Aufreger, täglich fütterte ich weitere 10 Kilo Kugeln nach und wartete auf den ersten „richtigen“ Biss!
Da ich in letzter Zeit sehr viel Futter verbraucht hatte, fand sich in meinem Lager keine ausreichende Menge gleicher Boilies, so mischte ich einfach mehrere Sorten, Zado-Maso, Birdy und auch einige Testmixe die mir Michael geschickt hatte. Als Köder kam aber wie bereits das ganze heurige Jahr auf alle Ruten ein Zado-Maso Popup!


Samstag Nacht holte mich dann endlich ein Dauerton aus dem Tiefschlaf und der Fisch zog auch noch Schnur von der Rolle, als ich ihm mit voller Motorkraft mit dem Boot entgegen fuhr! Grundsätzlich ein gutes Zeichen, nur lag diese Rute in sechs Meter Tiefe hinter einem seichten Plateau das mit Dreikantmuscheln verseucht ist! Schnur locker lassen wäre das Beste, nur beginnt rund 30 Meter weiter ein Unterwasserwald, ebenfalls mit Muscheln bewachsen, die Chancen waren denkbar schlecht, nur gibt’s hier trotz mehreren 100 Hektar kaum hindernisfreie Plätze!
Rund 50 Meter hinter meiner Boje verschwand dann auch wie befürchtet meine Hauptschnur in einem der Bäume, 35 Meter 50 Pfund Sufix- Schlagschnur hatte ich montiert, zuwenig, die geflochtene riss beim ersten Versuch sie frei zu bekommen! Der Ärger über diesen verlorenen, offenbar größeren Fisch war groß, gleichzeitig wünschte ich ihm aber das er den Haken schnell los wird!
Nach einer durchregneten Nacht schien Sonntags erstmals die Sonne, fünf Tage gefüttert, in der vorigen Nacht endlich der erste Karpfenbiss, all diese Umstände ließen mich kaum weiter als ein paar Meter von meinen Ruten weggehen! Gegen 18 Uhr dann endlich der nächste Biss, ein halbstarker Schuppi fand ohne Probleme den Weg ins Netz- Sie sind also wirklich da!!!
Die Nacht zum Montag, an dem ich leider heimfahren musste, war windstill, nebelig und zwei weitere Karpfen mussten Frischluft schnuppern!
Schon um 6 Uhr war Tagwache, und schweren Herzens begann ich mit dem zusammenpacken!



Es war weiterhin absolut windstill und der Nebel wurde immer dichter!
An allen Ruten wackelten regelmäßig die Spitzen, was auf Fische am Platz deutete aber ich musste tatsächlich heimfahren!!! Kurz nach sieben kam dann doch noch ein Biss und wieder nahm der Fisch Schnur als ich ihm schon entgegenfuhr! Hilft nichts, Bremse zu, die Sufix wird schon halten! Und sie hielt, doch leider fand auch dieser Karpfen den Weg in die Bäume, allerdings sah ich den Schlagschnurknoten schon aus dem Wasser kommen! Jetzt oder nie!!!
Nach einigen Entwirrarbeiten kam der Fisch wieder frei und danach begann ein herrlicher Drill im dichten Nebel und als der Spiegler im Netz war blieb ich einige Zeit sitzen und war einfach nur glücklich!!!




Als ich meine bessere Hälfte vorm Wegfahren wie immer fragte was ich fangen werde, meinte sie, es werden zwei mit knapp 20 Kilo und dann noch der eine wegen dem ich seit acht Jahren an dieses Wasser fahre, sehr optimistisch von ihr, der Spiegler im Netz war zwar keiner der vorher gesagten, aber in meiner persönlichen Wertigkeitsliste bekommt er eindeutig den ersten Platz!!!


LG- Schurl

P.S: Zwei Tage nach dem ich heimfahren musste, fing mein Freund der den Platz weiter befischte, einen Spiegler mit einem Gewicht von dem ich bisher nur geträumt hatte und stellte damit sogar einen neuen Landesrekord auf!!! Petri Mario!