Freitag, 29. Januar 2010

Trapmaster Tales Ausgabe 2 im Anmarsch !

Nun stehen wir schon wieder voll im 2010er Jahr, haben die "Weihnachts- u. Silvesterfreuden" lange hinter uns gelassen, und alles läuft mehr oder weniger wieder seine gewohnten Bahnen. Bis auf die Tatsache, daß durch die momentane klimatische Garstigkeit an ein Fischen nicht zu denken ist. Wenn ich da an die fette Eisdecke und die höllischen Minusgrade an meinen Gewässern denke, könnte ich heulen. Da helfen mir auch keine Sprüche, wie : "Jo, des normal im Jänner...". AUS! Das interessiert mich nicht. Was is scho normal? Wo is diese beschissene Klimaerwärmung? Der Treibhauseffekt? Wo? Bei uns scheinbar noch nicht angekommen . Aber egal jetzt. Resultierend aus dieser Misere gibt es dennoch etwas Positives abzugewinnen. Denn dank der durchwegs positiven Resonanz zur ersten Ausgabe des Trapmaster, und etwas mehr Zeit in den 4 Wänden als üblich, kann ich bereits Ausgabe Nummer 2 für Ende Februar/Anfang März ankündigen. Hoffentlich gefällt´s abermals. Ich werde mich bemühen ;) . Und der gefühlte Frühling kommt auch mit Sicherheit. Früher oder später. Würde mich trotzdem nicht ärgern, wenn er besser früher als später dran wäre...

tight lines
Sludge

Montag, 11. Januar 2010

Gute Zeiten, schlechte Zeiten!

26. Dezember! Endlich beginnt mein schon zur Tradition gewordener Silvester- Angelurlaub!
Wie schon letztes Jahr war der Bin El Quidane in Marokko das Ziel und auch mein langjähriger Angelpartner Michl war wieder mit dabei.
Alles wie gehabt, nur diesmal hatten wir mit dem See noch eine kleine Rechnung offen, der hammerharte, lupenreine Blank vom Vorjahr schmerzt immer noch ganz schön!
Okay, auch in Marokko ist Winter und die Bedingungen sind um diese Zeit nicht die Besten, aber es gibt genug Fische, die 2500 Hektar dürfen auch keine Entschuldigung sein, also werden wir doch nicht 2 mal hintereinander ohne Fisch heimfahren?!

Die Anreise verlief eigentlich fast ohne Probleme, obwohl es eigentlich nicht mehr viel gibt das uns noch erschüttern könnte, und sogar unser Fahrer wartete diesmal vorm Flughafen und nicht wie beim letzten Mal in einer anderen Stadt!
Kurz nach 6 Uhr morgens standen wir am See, um 7 an unserem ersten Platz am linken Ende der Bucht beim Basiscamp (an dem wir dann aber bis zum Ende blieben) und schon vor Mittag warteten unsere Ruten auf den ersten Marokkaner.
Allerdings war die ersten 3 Tage absolute Funkstille- sollte es etwa doch möglich sein???

Am 30. Dezember erlöste uns ein Babykarpfen und in der nächsten Nacht blies uns ein kräftiger Wind wohl eine große Zahl an Fischen an unseren Platz!
Was danach folgte war einfach nur vom Feinsten- meistens Sonne, milde Nächte und täglich mehrere Karpfen! Wie einfach es doch sein kann!
Wir fischten in ca. 100 Meter Entfernung an einer Kante die von 5 auf 9 Meter verlief, und die Bisse kamen auf allen Ruten, was darauf schließen ließ, das die Fische permanent am Platz waren.

Insgesamt verbrauchten wir fast 200 Kilo Mais und Boilies, aber auch die dreifache Menge wäre nicht zuviel gewesen. Die meisten Bisse bekam ich auf Atlas-Boilies, eine recht einfache aber sehr wirkungsvolle Kugel die unten hergestellt wird.
Einziger Wehrmutstropfen- der Großteil der Karpfen war unter 5 Kilo, da aber jeden Tag zumindest ein größerer dabei war, mussten wir in den sauren Apfel beißen und uns durch die Unmengen an Babys „durchfischen“! Außer uns waren 5 Italiener am See und konnten insgesamt nur 5 Kleine fangen, das und natürlich unser Ergebnis vom Vorjahr ließ uns aber die Gewichte vergessen!

Nahezu alle Karpfen waren gut genährt und kugelrund, zum Teil wirkten sie als würden sie zerplatzen. Auch ein „Quasimodo“ verirrte sich auf eine meiner Ruten, aber trotz mehrfach verkrümmten Rückgrad war er wohlgenährt.
Die Kampfkraft der marokkanischen Karpfen ist unbeschreiblich, und manchmal fuhr ich 15 Minuten hinter einem 10 Kilo Fisch mit dem Boot hinterher!
Leider verloren wir einige gute Fische da wir aufgrund des immer wieder aufkommenden Sturmes nicht ins Boot konnten! Kein gutes Gefühl mit gekrümmter Rute am Ufer zu stehen und das Ergebnis schon fast sicher zu wissen!
Am drittletzten Tag hatten wir mit 16 Bissen den Rekord und freuten uns schon auf das Finale! Allerdings kam dann eines der schwersten Unwetter das ich je erlebt habe auf, und wir verbrachten die letzten 2 Tage fast ausnahmslos im Zelt!

Die Heimreise war dann wieder so wie es eigentlich für uns „normal“ ist, alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Schneesturm im Atlasgebirge kombiniert mit Heckantrieb und Sommerreifen waren nur der Anfang, zum Teil schikanöse Kontrollen in Casablanca, eine Horrorlandung im Schneesturm von Frankfurt, ein gestrichener Weiterflug und eine 7 stündige ICE-Fahrt nach Wien gekrönt von verschwundenem Gepäck waren ein „würdiger“ Abschluss unseres Urlaubes!

Erwähnen möchte ich noch den gleich gut gebliebenen Service vor Ort, nette, hilfsbereite Guides und ausreichend Verpflegung!

Danke Marokko, wir sehn uns bald wieder!!!

LG Schurl

















Donnerstag, 31. Dezember 2009

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Eine kleine Adventsgeschichte !

Es war einmal, an einem eiskalten Tag im Advent. Zwei Männer brachen auf um an einen kleinen See inmitten einer winterlichen Aulandschaft zu gelangen. Sie wollten ihr Boot rechtzeitig, bevor es von einer dicken Eisschicht eingeschlossen wurde, an Land bringen. Am Weg durch den Wald zum See rätselten sie, ob es noch möglich wäre, ein letztes Mal in diesem Jahr den Fischen nachzustellen oder ob bereits eine Eisschicht dies verhindern würde.
Am Ende des Waldes angekommen, lag der See eisfrei vor ihnen. Nun war es für beide klar, sie mussten noch einmal ihr Glück versuchen. Obwohl der Jüngere der beiden beteuerte keine Angelausrüstung mitzuhaben, so fand er nun doch eine Spinnrute und eine Box mit Kunstköder in seinem Fahrzeug. Der Ältere musste sich mit einer kleinen, von einem anderen Angler vergessene, Teleskoprute begnügen. Ganz nach seiner Art, griff der Jüngere der beiden in die Köderbox um nach dem Köder zu greifen, der im vergangenen Jahr schon ein paar gute Fische brachte. Dem Älteren blieb die Wahl der wohl auszumusternden Gummifischerl. Er griff nach einen unscheinbaren Hechtimitat, dass der Jüngere eher abwertend kommentierte. Der alte ließ sich jedoch nicht beirren und montierte den kopflastigen und schnell sinkenden Kunstköder an der Rute, bei der selbst einem Fünfjährigen ein fetter Grinser ausgekommen wäre.
Nun hatten die Beiden schon einige Runden am See ihre Köder geschleppt und der eisige Wind, gepaart mit den Minusgraden zehrte an ihrer anfänglichen Euphorie. Die einzigen Aktivitäten bestanden darin, ab und zu eine Zigarette zu rauchen oder den Köder von hängen gebliebenem Kraut zu befreien. Diesen extremen Bedingung ausgesetzt, veranlassten den Jüngeren wieder einmal sein wahres „Ich“ zu zeigen. Voller Häme versuchte er den Alten zu ärgern indem er ihm nicht dokumentierte Fänge als unwahrscheinlich unterstellte. Es dauerte allerdings kaum mehr als zehn Minuten als dieser Denunziation ein jähes Ende beschert war. Nun hatte diese Spielrute, die bestenfalls für Köderfische ausgelegt ist, die Möglichkeit, sich zu beweisen. Sie tat es bravourös und half einem schönen Hecht auf die Lösematte im Boot. Nun verstummte der Jüngere.Die untergehende Wintersonne verhinderte einen Ausgleich des Jüngeren, trotz Köderwechsel.
Und so kam es, dass der Ältere mit seiner Familie die Weihnachtsfeiertage mit einem herrlichen Mahl verbringen konnte – ohne Fisch, denn der feiert Weihnachten im Teich. Der Jüngere kehrte in sich und zog an einen See in einer fernen Wüste. Dort versucht er vermutlich noch in hundert Jahren einen Fisch zu fangen.

Was lernen wir daraus? Achte die Alten, hab Vertrauen in dein Tackle und sei es noch so minderwertig, und ... sei nicht frech.

Schöne Feiertage!
the K

Mittwoch, 16. Dezember 2009

The show must go on...;)

So. Nun ist es soweit, und ich kann mit einem fetten und befriedigten Grinser in die Welt hinausbrüllen, daß die erste Ausgabe meines aktuellsten Projektes, mit dem klingenden Namen "Sludgefishing´s Trapmaster Tales", die virtuelle Geburt überstanden hat, und nun zur Einsicht bereit steht. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und schon jetzt ein dickes Petri Heil für 2010. Möge die die dunkle Macht auch weiter mit uns sein...tight lines
Sludge