Samstag, 20. August 2011

Welsnachtfischen Zweiter Teil

Auch die zweite und letzte Nacht an meinem Hauswasser lies ich mir nicht entgehen ,obwohl ich aufgrund von Magen und Kopfschmerzen schon sehr mit meinem Vorhaben gehadert hatte.
Egal da muss man durch,Medikamente eingeworfen und am frühen Nachmittag war ich bereits
in der Lobau.
Natürlich auf den Platz den ich schon seit Monaten befische,der auch beim ersten Nachtfischen
zwei zweistellige Karpfen brachte. Ein Platz der mir auch körperlich schon was abverlangt hatte,
musste ich doch voriges Wochenende mit vereinten Kräfte einen umgestürzten Baum der mitten auf meinem Spot lag entfernen.

Um 22.00 Uhr hatte ich den ersten und einzigen Run dieser Nacht ,doch der entschädigte mich
absolut.Ein prächtiger Kämpfer mit knappen 18Kilo lies meine Magen und Kopfschmerzen verschwinden.
Danke an den Arbeitertrupp der mithalf den lästigen Baum zu entfernen!
Lg Horst

Montag, 8. August 2011

Balkan Express!

Mitte Juli waren endlich alle Arbeiten erledigt und auch die anstrengendsten Kunden „befriedigt“ und somit war endlich Zeit, um gemeinsam mit Michael Zado ein paar Wochen nach Kroatien zu fahren!
Als wir in Wien den Inhalt seines Autos in meinen Bus räumten, staunte ich nicht schlecht über die Menge an Futter die er mit hatte, bin zwar selbst überzeugter Schütter, aber mein germanischer Freund übertrifft mich bei weitem...!


Unser erstes Gewässer war eine rund 20 Hektar große, (meistens) eher leicht zu befischende Schottergrube an der ich heuer schon einige dicke Karpfen fangen konnte. Die ersten Tage wollten wir ganz gemütlich beginnen, was dann auch so war, denn mein Freund Mario, der dort viel angelt, sagte uns schon im vorhinein, das momentan nichts läuft! Nur mit Mühe konnten wir ein paar mittelprächtige Spiegler fangen, was im Vergleich zu den anderen Anglern am Wasser schon ein kleiner Erfolg war!


Leider wird dieses an sich recht schöne Gewässer immer mehr kommerzialisiert, unter anderem bietet ein selbsternannter Kroatienprofi im Netz der Weisheit Reisen auch dorthin an! Fast ganz selbstlos bringt er Angler gegen die kleine Vermittlungsgebühr von 50 Euro an verschiedenste Gewässer, wo diese dann den doppelten Kartenpreis bezahlen dürfen...!
Ironischerweise schimpft sich das dann auch noch „Exklusivgewässer“! Für mich nicht leicht verständlich, aber einige brauchen es halt so?!?

Nach vier Tagen ging für uns die Fahrt aber weiter, am nächsten von mir geplanten Gewässer gab es einige Schwierigkeiten und so landeten wir auf einer über 100 Hektar großen Schottergrube, an der unser eigentlicher Urlaub begann!


Auf einer Halbinsel wurde das Camp errichtet und die Fallen auf verschiedene Spots gebracht. Leider liegt der interessanteste Platz in knapp 400 Meter Entfernung, wo wir auch mit der üblichen Schüttaktion begannen, man glaubt gar nicht wie viel Arbeit es ist um 50 Kilo Boillies auf rund 500 qm zu verteilen! Nach nur knapp einem Tag bestätigte sich aber wieder einmal mein Leitspruch „Gutes Futter kann nur durch VIEL mehr gutes Futter ersetzt werden“, als bei Michaels Rute ein kurzer, fetter Spiegler anbiß! Zum großflächigem Anfüttern mischten wir verschiedene Sorten, als Hakenköder und direkt daneben wollten wir die neuen Knoblauchkugeln testen, die auch voll einschlugen! Im Laufe der nächsten Tage kam der Balkanexpress, wie wir die „Knobis“ tauften, voll ins laufen, täglich wurden die Bisse mehr und wir näherten uns langsam der 20 Kilo- Marke! Die Einheimischen Angler die uns regelmäßig besuchten (und uns auch die verschiedensten kulinarischen Genüsse mitbrachten) staunten nicht schlecht, sowohl über die Futtermenge, weiterhin gut 20 Kilo täglich, als auch über die für dieses Gewässer doch recht hohe Menge an Karpfen!


Der See ist sehr tief, die meisten Bisse kamen in 18 Meter Tiefe, anfangs nur um die Mittagszeit, aber mit jedem Tag wurde die Beißzeit länger, die Fische rollten am Platz und waren später auch in der Nacht aktiv. Aufgrund der großen Distanz und verschiedener Hindernisse verloren wir leider auch einige Fische, darunter denn wahrscheinlich größten, der mich fast eine halbe Stunde „beschäftigte“ bevor er sich in einem Netz oder Seil verfing und verabschiedete! Das Angeln in so großen Distanzen ist aber auch sonst kein Honigschlecken, insgesamt fast zwanzig Kilometer waren wir mit dem Boot unterwegs um die beiden Ruten an den Platz zu bringen! Vom Einkurbeln der knapp 400 Meter Schnur, egal ob mit oder ohne Fisch, möchte ich gar nicht reden...!

Das Wetter war herrlich, fast 40 Grad und wir hatten noch eine Menge Zeit! Wir waren einfach gut drauf und fingen Fische, die meisten davon jungfräulich, so soll Urlaub sein!!!
Telefonisch hörten wir vom schlechten Wetter in Österreich, das dann aber leider langsam auch zu uns kam- Regen, Sturm, Gewitter und stark fallende Temperaturen setzten nicht nur uns zu, leider schlug es sich auch auf den Appetit der Fische, wir fingen zwar auch in der nächsten Woche noch weiter, aber bei weitem nicht so gut wie vorher. Die lokalen Angler hatten uns vorgewarnt, die Karpfen sind hier sehr wetterfühlig, und immerhin fiel die Wassertemperatur an der Oberfläche innerhalb von 2 Wochen von 28 auf 19 Grad!


Nach insgesamt 18 Tagen brachen wir vorzeitig ab, das Wetter sollte sich auch weiterhin nicht bessern, am Weg heim waren Michael und ich aber trotzdem zufrieden, auch wenn der richtige Dickfisch nicht dabei war, konnten wir doch ein paar anständige Fische fangen, einige nette Leute kennen lernen, ein paar Kilo haben wir auch zugenommen und eines ist ganz sicher- Der nächste Urlaub kommt bestimmt!

Schurl

Montag, 18. Juli 2011

100% no Mastermuskyhunter

Vielleicht wäre es an der Zeit von Taktik und meinem Wissen zu berichten.
Oder wie man sie findet und wie man sie dann auch fängt.
Fehlanzeige! Ich war ganz einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
...und es juckte mich zur richtigen Zeit am Bein so, dass ich mich tierisch kratzen musste.....da dürfte der Köder im richtigen Moment an der richtigen Stelle abgesunken sein.
Zum Aufwärmen mal ein 80+
Dann ein kurzer Besuch vom dünnbeinigen Kollegen.
Ein furchtbares Jucken am Bein, das tierische Verlangen sich zu kratzen und schon ging der Tanz los.
Anschlag....Daumen auf die Rolle und ab geht die Schnur.
Nach ein paar Fluchten durfte ich den Kollegen doch noch über das Keschernetz führen.

Fakten und Daten.
Auch wenn es für den einen oder anderen unwahrscheinlich klingt, endlose Kraft und Zorn der Extraklasse.

106 Zentimeter geballte Ladung Fisch.
9 Kilo Zahnfisch die einfach nicht ins Netz wollen.
Zwei dieser Fische in nur kurzem Abstand....ahnungslos und trotzdem immer wieder einen Fisch. So kann´s gehn.
SEE YA....
Dieses Mal blieben die Finger unverletzt dafür gab es einen Totalschaden im Köderbereich.
Ach ja...sollte sich nach diesem Fang jemand erwartet haben, dass ich mit einem fetten Grinsen in die Kammera blicke.
Sorry, es klappt einfach nicht

Thight lines, big bad Chris

Welsnachtfischen

Nun sitze ich endlich entspannt in meinem Schirmzelt,alle Vorbereitungen sind erledigt.Welsrute Köderstippe und Karpfenstecken alles griffbereit,denn heute ist"Welsnachtfischen".Zweimal im Jahr ist es möglich hier an einem Altarm am östlichen Rande von Wien länger als bis 23.00 zu angeln.





Erwartungsvoll werfe ich die mit einer 30er Fisch-Leber Kugel bestückte Montage an genau die Stelle die mir schon am Vortag einen 14kg Fisch brachte. Ein kleiner Krautfreier Spot,der aber nicht unweit eines großen Seerosenfeldes liegt.Welsnachtfischen und Boilies? Ja in 30mm durchaus gestattet,und genau meine Chance eventuell einen der in letzter Zeit so raren Fische über 10kg.zu überlisten


Die Sonne senkt sich bereits am Horizont,die Welsrute soeben mit einer 25cm Brachse ausgelegt,beginnt das Spiel!"Drücker"an der Boiliemontage,mit hochgehaltener Rute stehe ich hinter der Schilfwand und ziehe den Fisch in Richtung Seerosenfeld.Geschafft! Instinktiv macht mein Gegner kehrt und schwimmt ins Freiwasser,zumindest die meisten folgen dieser Taktik. Inmitten des Ufernahen nicht sehr dicht bewachsenen Seerosengürtel ziehe ich den Kämpfer über den Kescher,10er plus das ist fix jaaa!







Es ist bereits 02.30Uhr,und genüsslich knotze ich im Shelter und betrachte den Schuppenkarpfen am Cam-Display,knappe 13kg! Wochenlang keine Fische über 7kg,sämtliche Plätze abgefischt,ohne Erfolg,und nun zwei 10er plus innerhalb 24Std. "Blaues Ledlicht,Rollengegreische"wieder die Boilierute,und wieder das gleiche Spiel,ab ins Schilf
Rute hoch,den Keschergriff eingeschlauft am Armgelenk stampfe ich durch den Matsch,
Unmengen Mücken schwärmen hoch,und mein Gegenüber macht keine Anstalten ins Freiwasser zu flüchten "Verdammt"es passiert der Fisch steuert ins dichte Rosenfeld zu.Nur die

Schilfwand vor mir wate ich zu einer offenen Stelle,keine Aktion mehr in der Rutenspitze,ich

versuche vorsichtig den Druck zu erhöhen,Glück gehabt ja der Fisch zieht raus,Bremse lockern

den ab jetzt weiß ich"PB an diesem Gewässer"Jetzt kommt der Karpfen endlich an die Oberfläche und taucht beim zweiten Versuch in die Netzmaschen ab!



Nass und Matschig hock ich nun da,starre auf den Fischleib im Kescher der vor mir im Wasser liegt,ziehe an einer Zigarette und genieße einfach diesen Moment!17,5kg Ein langestreckter Schuppenkarpfen, ein unserer Clique noch unbekannter Fisch.Für dieses Gewässer kein alltäglicher Fang,und für mich ein Highlight meiner Karpfenanglerei!


Der Welsköder blieb leider die ganze Nacht über unberührt,aber eine Nacht steht ja noch an !


Grüße !Klingonzhorst!!!!


















Dienstag, 28. Juni 2011

Glory Days...!

Vorerst gleich eine Warnung an alle Vogel,- Landschafts,- und sonstige Naturfotofreunde, mache solche Bilder zwar selbst sehr gerne und bewundere Andere die sich die Zeit nehmen um selbige zu machen, aber in den letzten Tagen kam auf meine Speicherkarte ausschließlich das was der eigentliche Grund ist der mich immer wieder ans Wasser treibt- fette Karpfen!

In den letzten vier Wochen verbrachte ich elf Tage am Tullner Hauswasserl, nur eine Nacht verlief erfolglos, der Rest war einfach unglaublicher Wahnsinn, die drei Tage nach meinem Geburtstag waren der Höhepunkt und brachten jeweils einen der ganz Dicken und ich muss schon fast zehn Jahre zurück denken um mich an eine noch bessere Session erinnern zu können!
Hier das nackte, chronologische Ergebnis von gaaanz viel Glück, etwas Zeit und ein paar Sackerln Zado Kugeln: